Die Jugend- und Damenteams waren sehr erfolgreich, während die Herren leider Niederlagen einstecken mussten.

Herren 1: Kampf über 60 Minuten

Am Samstag war es Zeit für das zweite Oberliga-Auswärtsspiel unserer Herren. Gegen den HC Sulzbach-Rosenberg lief es von Beginn an viel besser als beim Saisonauftakt unserer Jungs vor zwei Wochen. Das Spiel begann zwar nicht mit einem Torerfolg, sondern die erste Aktion war leider gleich eine Verwarnung gegen Lukas Marinos und schon nach etwas mehr als zwei Minuten Spielzeit setzte es obendrauf noch eine sehr unglückliche Zeitstrafe für Niklas Knauer. Dass es hier nicht zuerst den gelben Karton gab, ist sehr ärgerlich und sollte im weiteren Spielverlauf leider noch relevant werden.
Eine Viertelstunde später sahen die Zuschauer eine sehr ausgeglichene Begegnung bei einem Spielstand von 6:6, der auch maßgeblich von guten Torhüterleistungen auf beiden Seiten geprägt war. Jedoch sahen sie ebenfalls die nächste – in diesem Falle leider eindeutige – Zeitstrafe für Niklas Knauer. Dies schuf eine Situation, auf die Trainer Florian Klihm reagieren musste. Die an diesem Tag durch diverse Ausfälle sehr dünn besetzte Bank der HSG gab nicht viele Alternativen her. Die erste Maßnahme war ein Angriff-/Abwehrwechsel von Niklas Knauer und Tim Vollrath. Diese Aufgabe erfüllte Tim in der Abwehr sehr gut, sodass man zeitweise berechtigt den Eindruck hatte, dass der Abwehrriegel der HSG einen besseren Eindruck machte als der der Gastgeber.
Das Spiel verlief aus der erwähnten starken Abwehrleistung heraus zunächst in unsere Richtung; in der 25. Spielminute ging man mit drei Toren in Führung. Doch nach diesen ersten 25 Minuten zollte man der dünnen Personaldecke etwas Tribut. Die Kräfte schwanden und so kam man in der einen oder anderen Situation zu spät. Das Resultat war eine Zeitstrafe. Während man noch in Unterzahl war, kam mit David Lippert gleich der nächste Akteur auf die Liste der Ausfälle: Sein viel zu spätes Eintreffen am Kreis und die damit verbundene Kollision mit dem Außenspieler der Gastgeber sorgte für eine berechtigte Rote Karte. Beide Spieler blieben dabei glücklicherweise unverletzt.
Für Trainer Klihm war dies problematisch im doppelten Sinne: Nicht nur, weil David Lippert davor eine gute Partie gespielt und schon zweimal erfolgreich getroffen hatte, sondern auch, weil jetzt keine Alternative auf seiner Position mehr auf der Bank saß. Also mussten sich personalbedingt die beiden Kreisläufer auf der Bank den Job auf Linksaußen teilen. Teamsportler wie Björn Hauer und Neuzugang Marius Baucke es nun mal sind, stellten sie sich hier selbstredend in den Dienst der Mannschaft. Letzterer konnte sogar im weiteren Verlauf auf der für ihn ungewohnten Position erfolgreich einnetzen.
Für den Spielverlauf verhieß die doppelte Unterzahl nichts Gutes. Sulzbach nutzte das dankend aus und glich den Spielstand zur Halbzeit auf 14:14 aus. Die zweite Hälfte verlief nicht weniger intensiv; beide Teams kämpften und schenkten sich nichts. Auf Seiten der HSG waren vor allem Nicolas Carl (8 Treffer) im Rückraum und der am Kreis agierende Lukas Marinos (7 Treffer) Aktivposten, die Sulzbach immer wieder vor Probleme stellten. So ging es ausgeglichen hin und her, bis dann ähnlich wie in Halbzeit eins ca. fünf Minuten vor dem Abpfiff beim Stand von 29:29 der nächste „Bruch“ ins Spiel kam.
Leider sollte es erneut Niklas Knauer treffen: Er stellte einen Gegenspieler im schnellen Angriffsspiel und beim Versuch, beide vor dem Sturz ins Kampfgericht zu bewahren, wirbelten sie zu Boden. Da dies die dritte Zeitstrafe für ihn bedeutete, nahm auch er neben David Lippert auf der Tribüne Platz. Dies war wohl zu viel Überdehnung für die zur Verfügung stehende Bank an diesem Tag. Der Ausfall des routinierten Stammspielers in dieser hektischen Phase wurde leider nur schlecht verdaut. Wieder nutzte Sulzbach diesen Umstand eiskalt aus und so mussten sich die Grün-Blauen am Ende mit 33:30 geschlagen geben.
Schlussendlich konnte hier, glaube ich, jeder eine Begegnung auf Augenhöhe sehen, bei welcher sich die Männer trotz Harz und Personalproblemen wirklich sehr gut geschlagen haben. Es ist vielleicht ärgerlich, nach dem großen Kampf nichts Zählbares im Gepäck zu haben, aber definitiv ein Schritt in die richtige Richtung!

Damen 2: Erfolgreich im ersten Saisonspiel!

Für unsere zweite Damenmannschaft ging es nach Helmbrechts zur Reserve der SG Helmbrechts/Münchberg. Björn Hauer hat seine Truppe um ein paar frische Kräfte aus der letztjährigen A-Jugend verstärkt und somit eine sehr junge Mannschaft auf die Platte geschickt. Ebenso war es der erste Auftritt für Neuzugang Valerie Adlung, welche zusammen mit Leonie Greiner das Torhütergespann in der Partie bildete. Und so viel sei schon mal vorausgeschickt: Beide sollten am Sonntag eine gute Partie spielen.
Die HSG zeigte keine Anlaufschwierigkeiten und startete das Toreschießen früh durch Filipa Renner. Die Abwehrreihe stand gut und so konnten sie sich Stück für Stück ergebnistechnisch absetzen. Die Gastgebermannschaft griff nicht mit einer Auszeit ins Geschehen ein, so war es an Björn Hauer, das erste Timeout des Spiels nach knapp 26 Minuten beim Stand von 4:12 zu nehmen. Über die Torhüter- und Abwehrleistung wird es bei nur vier Gegentoren wenig zu sagen gegeben haben – lediglich die Abschlussstärke und der ein oder andere technische Fehler werden Gesprächsthema gewesen sein.
Die Partie ging beim Stand von 6:14 in die Pause. Dieser Vorsprung sollte auch bis zur 43. Minute gehalten werden. Doch nach dem 9:17 durch Jennifer Bilz war es zunächst an den Gastgeberinnen, das Torewerfen zu übernehmen. Sie kämpften sich ran und ließen den Vorsprung unserer Mädels schrumpfen. Auch die Auszeit von Björn Hauer in der 51. Minute (14:19) sollte daran wenig ändern. Zwar trafen danach noch einmal Emilia Turschner und Klara Heublein, doch die restlichen Torerfolge der Begegnung sollte nur noch Helmbrechts/Münchberg feiern. Die Nervosität zum Ende des Spiels hätten die vorher so überlegen auftretenden Mädels gar nicht nötig gehabt. Wir sind aber zuversichtlich, dass sie diese noch ablegen können, je routinierter sie als Team werden.

Damen 1: Siegreich in der Regnitz-Arena

TV Hallstadt hieß der Gegner unserer Damenmannschaft, und so ging es am Sonntag zum Auswärtsspiel in die Regnitz-Arena in Hirschaid. Zunächst verhielt es sich hier ähnlich wie bei unserem zweiten Damenteam: Die HSG beherrschte das Spiel und agierte aus einer guten Abwehr heraus, präsentierte sich mitunter aber wieder zu abschlussschwach. Dabei hatten sich einige der erspielten Chancen definitiv das Prädikat „Den musst du doch machen!“ verdient gehabt.
Wie bereits erwähnt, präsentierte sich die Abwehr stabil und die Torhüterinnen Julia Carl und Johanna Jung hielten den Kasten sauber. So erarbeitete man sich nach 15 Minuten ein 4:10 und baute den Vorsprung bis zur Halbzeit auf 9:16 aus. In Halbzeit zwei ging es nach ähnlichem Muster weiter: Der Vorsprung war aus unserer Sicht sehr komfortabel und die Mädels waren am Sonntag nicht der Meinung, sich diesen in irgendeiner Weise strittig machen zu lassen. So lief das Spiel weiter, die HSG war überlegen in Angriff sowie Abwehr und spielte die Partie souverän herunter.
Lediglich bei der 7-Meter-Ausbeute gibt es definitiv noch Grund zur Rüge. So gelang es der HSG gegen Schiedsrichterin Kristin Fritz (welche aktuell im Tor des TVH steht), nur zwei von fünf möglichen Strafwürfen direkt zu versenken – da kannte sie wohl noch das Wurfbild der einen oder anderen ehemaligen Mitspielerin. Am Ende wurde man seiner Favoritenrolle gerecht und das Spiel ging mit 19:31 an die HSG. Beim Blick aufs Spielprotokoll freut uns besonders, dass Celina Sawatzki nach ihrem überstandenen Kreuzbandriss in der letzten Saison am Sonntag gleich sechsmal für die HSG erfolgreich abschließen konnte!

Herren 2: Erneut dünner Kader, erneut keine Punkte!

Zum Ende des Wochenendes gab es noch eine Niederlage für die HSG zu verbuchen. Für die zweite Herrenmannschaft gab es in Marktleuthen gegen die HSG Fichtelgebirge 2 nichts zu holen. Die Vorzeichen waren eher mäßig: Mit wenig Personal – bedingt durch zahlreiche Ausfälle – musste man sich der HSG Fichtelgebirge stellen. Jedoch bewies das Team Moral und drückte sich nicht vor der weiten Auswärtsfahrt mit suboptimaler Besetzung.
Und wer beim Blick auf die Aufstellung dachte „Das wird doch nichts“, der wurde schnell eines Besseren belehrt. Die mitgereisten Jungs versuchten das Beste aus der Situation zu machen und stellten die Gastgeber vor eine zunächst nicht so einfach zu lösende Aufgabe. Bis zur 22. Minute hielt man das Spiel völlig offen und ausgeglichen (10:10). Doch dann sollte sich die dünn besetzte Bank bemerkbar machen. Der ein oder andere Akteur, welcher sich schon kurz vor seinen „Handball-Rentenjahren“ sieht, sah sich hier doch mit ungewohnt (und ungewollt) hohen Einsatzzeiten konfrontiert. In der Folge gelang es den Gastgebern, die ihrerseits mit sehr jungen, spritzigen und sprungstarken Außenspielern ausgestattet waren, ihren Konditionsvorteil auszuspielen. So musste man zur Halbzeit bereits einen ärgerlichen Drei-Tore-Rückstand hinnehmen (15:12).
In der zweiten Hälfte war dieses Defizit dann deutlich bemerkbar: Die Luft fehlte und man sehnte sich nach der einen oder anderen nicht vorhandenen Wechselmöglichkeit. Folglich waren es vor allem die jüngeren Spieler auf Seiten der HSG, welche noch genug konditionelle Kapazitäten hatten, um mit kühlem Kopf zum Torerfolg abzuschließen. Allem voran Tim Vollrath, der in seinem zweiten Spiel an diesem Wochenende starke 9 Treffer aus dem Rückraum beisteuern konnte! Die fehlenden Körner in der zweiten Hälfte sorgten am Ende für eine 34:27-Niederlage der Grün-Blauen. Dennoch konnte man nach dem Spiel Hoffnung fassen, dass mit der Rückkehr wichtiger Akteure definitiv auch Punktgewinne in der Bezirksliga möglich sind.

wD/mD-Jugend: Italia-fantastica in Naila!

Ein weiterer großer Programmpunkt des Wochenendes war die bereits beschriebene Mini-WM der D-Jugenden! Die „Grizzlys der HSG“ sind als Italien angetreten und beide Mannschaften blieben ungeschlagen! Den ausführlichen Bericht hierzu findet ihr auch auf der Homepage!