Ein ereignisreicher Spieltag liegt hinter der HSG und wir wollen ihn etwas für euch zusammenfassen.
mC-Jugend
Die männliche C-Jugend hatte mit ihrem Spiel gegen die HSG Rödental/Neustadt eine schwere Begegnung vor der Brust. Das machte sich auch gleich zu Beginn bemerkbar, so zog Rödental ab der ersten Minute davon, während unsere Jungs sich sehr schwer taten, in die Partie zu finden. So schaffte man es in den ersten 10 Minuten gerade nur zweimal, erfolgreich abzuschließen, während man gleich 7 Gegentreffer hinnehmen musste. In der gesamten ersten Hälfte sollte es auch nicht gelingen, in der Offensive effektiver zu werden, so ging es mit 7:16 in die Halbzeit. Im zweiten Teil des Spieles zeigten die Jungs viel Kampfgeist und gaben sich nicht auf. Dieser Einsatz sollte auch belohnt werden und so konnte man hier besser mithalten. Am Ende stand dennoch eine 17:26-Niederlage unserer Jungs auf der Anzeigetafel.
wA-Jugend
Die zweite Begegnung des Heimspieltags war schon ein richtiges Spitzenspiel mit dem HSV Bergtheim empfing man den bis dahin zweitplatzierten der Liga. Die erste Hälfte der Partie sollte diesem Spitzenspielcharakter auch wirklich gerecht werden. Es entwickelte sich eine enge Begegnung, in welcher sich beide Parteien nichts schenkten. In der zweiten Halbzeit veränderte sich allerdings das Spielgeschehen zu Ungunsten der HSG. Bis zur 42. Spielminute zogen die Gäste aus Unterfranken in einer sehr starken Phase davon und erspielten sich dadurch mit 21:26 einen großen Vorsprung. Nun zeigten unsere Mädels Nerven. In einem Spiel wie diesem ist dies auch nicht zu verdenken. Die Folge daraus ist ein eher verunsichert und ideenlos wirkendes Spiel, sehr ungewohnt für unsere sonst so durchschlagskräftigen HSG-lerinnen Zwar versuchte man sich bis zum Abpfiff nochmal gegen die drohende Niederlage zu stemmen, jedoch präsentierten sich die Gäste zu stark und abgebrüht, um die von ihnen herausgespielte Führung wieder abzugeben. Zum Schlusspfiff steht eine 33:39-Niederlage im Spitzenspiel auf der Anzeigetafel. Für die weibliche A-Jugend endet damit eine beeindruckende Serie: Sie waren quasi seit eineinhalb Saisons ungeschlagen, egal ob zuhause oder in der Ferne! Eine wirklich außerordentliche Leistung, die durch diese Niederlage gegen an dem Tag starke Bergtheimer nicht geschmälert wird. Kopf hoch, Mädels, und weiterkämpfen!
Damen 1
Wie nah im Handballsport Freude und Leid beieinanderliegen können, zeigt die Oberligabegegnung unserer ersten Damenmannschaft. Gleich zu Beginn der Schockmoment: Unsere Torhüterin Julia Carl tritt beim Einwerfen auf einen Ball, will sich beim darauffolgenden Sturz abfangen und verletzt sich dabei schwer am Ellenbogengelenk. Aufgrund der Behandlungspause wurde die Partie gegen den TV Marktsteft erst etwas verspätet angepfiffen. Und die Mannschaft hatte sich wohl im Kollektiv vorgenommen, für ihre verletzte Mitstreiterin heute ihr Herz auf der Platte zu lassen. So präsentierten sie sich, ganz anders als zuletzt, wirklich entschlossen und angriffslustig. Damit gehörte die erste Viertelstunde der Partie eindeutig der HSG. 9:5 nach 16 gespielten Minuten war der Lohn. In der restlichen ersten Hälfte stabilisierten sich dann aber die Stefterinnen und man ging mit 15:12 in die Pause. Wer jetzt dachte, in Halbzeit 2 verfällt die HSG wieder in den Trott der letzten Spiele, der wurde vom Team um Spielmacherin Nina Lausch aber sofort eines Besseren belehrt. Durch ihren Dreierpack und schön herausgearbeitete Chancen hielt man den Druck auf die Gäste aufrecht. Eine starke Leistung von Torhüterin Johanna Jung, die in diesem Spiel mehrere Kopftreffer einstecken musste, sorgte dafür, dass man in der 54. Spielminute noch mit 26:22 führte. In den letzten Spielminuten zeigten die Marktstefterinnen nochmal ihren Kampfgeist und hielten die Partie durch ein starkes Aufbäumen nochmal offen. Zum Schlusspfiff sollte es aber für unsere Mädels genügen und der knappe 28:27-Befreiungsschlag konnte gefeiert werden!
Herren 1
Für die Herren stand die erste Saisonbegegnung mit den Nachbarn aus Ahorn auf dem Plan. Die ersten Minuten des Spiels sollten aber alleine einer Person gehören. Es wirkte zunächst fast so, als wollte unser Wolfi Schulze es heute im Alleingang richten. Seine 4 Tore bedeuteten eine 4:1-Führung in der 5. Spielminute. Doch ganz so einfach sollte es heute nicht werden. Angespornt dadurch kamen nun auch die Gäste immer besser in die Partie. Mit ihren starken Rückraumspielern Florian Scheler-Eckstein und Jakob Kruscha forderten sie die HSG-Abwehr und führten sogar zwischenzeitlich mit 9:11 in der 18. Spielminute. Der Grund dafür waren auch überhastete und unglückliche Abschlüsse auf Seiten der HSG. Für Coach Flo Klihm und das Team allerdings kein Grund, in Panik zu verfallen. Nicht mal eine Auszeit war nötig, um dem Spiel erneut eine Wendung geben zu können. Der Spiel-Lenker Niklas Knauer steuerte mit seinem Team einen 5:0-Lauf an und so erspielte sich die HSG ein 21:15 zur Halbzeit. In der zweiten Hälfte der Partie zeigte sich dann wieder die Unberechenbarkeit der Herren in der aktuellen Saison: Fast jeder eingesetzte Spieler kann einnetzen und ist torgefährlich. Hervorzuheben ist aber an dem Tag dennoch definitiv die Leistung von Wolfi Schulze mit 11 Buden. In den 30 Minuten von Halbzeit 2 ließ das Team nichts mehr anbrennen und verteidigte die „Festung Frankenlandhalle“ mit 35:28! Die Tabellensituation bleibt dadurch „unverändert“: Fichtelgebirge auf Platz 1 mit 24:4 und wir „in ihrem Nacken“ mit 22:2 Punkten.
Herren 2
Die Mission von Herren 2 gegen den HC Creußen wurde im Vorbericht schon hinlänglich erklärt: Um in der Tabelle den direkten Vergleich zu gewinnen, müssen 8 Tore plus nach Abpfiff auf der Anzeigetafel stehen. Trainer Tobias Masching scheint seine Jungs auch gut auf dieses Ziel eingeschworen zu haben. Mit 16 Mann und breiter Brust ging man ans Werk. Die anderen Damen- und Herrenteams auf den Rängen sahen wohl zweifellos das beste Spiel der Reserve in dieser Saison. Mit einer starken Leistung von Torhüter Lennox Mehlig im Rücken erkämpften sich die Jungs eine 17:12-Führung in der Halbzeit. Das anfangs so unrealistisch erscheinende Ziel wurde dadurch immer greifbarer. Müsste ich alle Spieler aufzählen, die an diesem Tag mindestens 10 % mehr gegeben haben als in der bisher gespielten Saison, wäre die Liste wohl sehr lang. Alle, inklusive der beiden Jugendspieler Noah Haug und Toni Spichal, kämpften entschlossen. In der 44. Minute war es dann so weit: Man führte nicht nur mit 8, sondern gleich mit 9 Toren. Doch auch Creußen hatte wohl die Rechenbeispiele im Kopf und hielt noch einmal dagegen. Die HSG verlor 10 Minuten den Faden und als der Zeitmesser 59:22 zeigte, stand es „nur“ noch 30:25 für die HSG. Dann folgte der Auftritt eines Akteurs, der diese Situation schon aus seinem bisherigen Handballleben gut kannte. Mittelmann Eduard Heckel fasste sich ein Herz und brach durch: 31:25, zur Spielzeit 59:39. Anwurf Creußen, die HSG erobert den Ball und wieder ist es Eduard Heckel mit einem Kraftakt und einer riesigen Portion Schlitzohrigkeit: 32:25 mit dem Ertönen der Schlusshupe! Was das nun heißt, wird sich klären. Wir verlieren mit 7 Toren in Creußen und sie nun mit 7 Treffern in Ebersdorf. Creußen muss noch 3 Spiele spielen, wir müssen noch einmal zuhause gegen Bamberg 3 ran. Was dann am Ende der Saison drin ist, 2. Platz, 1. Platz oder sogar Entscheidungsspiele, das wird die Zukunft zeigen.