Zweimal Mädels-Power und zweimal Remis zum Wochenende!
wA-Jugend
Die weibliche A-Jugend verabschiedet sich mit einem 35:35-Unentschieden zum Saisonende. Für uns geht eine schöne Zeit zu Ende. Das Team, welches seit der Gründung der HSG besteht und dankenswerterweise im Laufe der Jahre vor allem mit Spielerinnen der TS Coburg ergänzt werden konnte, hat uns schöne Handballspieltage beschert. Nach der Meisterschaft in der vergangenen Saison konnte man dieses Jahr mit einer starken Vizemeisterschaft abschließen. Natürlich wird eventuell der Weg der ein oder anderen dieser jungen Damen sie privat oder schulisch/beruflich demnächst vom Coburger Land wegtragen, aber dennoch hoffen wir, einige weiterhin in der Halle anzutreffen, und wünschen ihnen von Herzen, dass sie ihren Weg erfolgreich in den Damenteams fortsetzen können. Die HSG und speziell der Frauenhandball bei den Grün-Blauen würden sich extrem darüber freuen. Wir danken auch den Trainern, Betreuern, Helfern und Eltern für ihren Einsatz und ihre Unterstützung!
Damen 1
Es hat am Ende nicht sein sollen, zu entscheidend waren einige Punktverluste in der Saison, um im harten Abstiegskampf der Oberliga bestehen zu können. Wir haben eine Saison gesehen, in welcher unsere Damen als Aufsteiger zwar häufig nicht der Favorit, aber auch, vllt. bis auf die beiden Spiele gegen das Meisterteam aus Nürnberg, nie wirklich chancenlos angetreten sind. Das ist eine Leistung, welche nicht zu unterschätzen ist, so schmerzhaft der nun endgültige Abstieg wohl auch ist. Auch am Samstag konnten die Damen erneut beweisen, wie gefährlich sie die Underdog-Rolle in dieser Saison ausgelebt haben. Der Gast war die HG Zirndorf und damit der amtierende Vizemeister, da diese auch noch dazu tendierten, ohne „angezogene Handbremse“ ihr letztes Spiel anzugehen, eine wirklich schwere Aufgabe für unsere Damen. Dennoch konnten die Zuschauer/-innen in der Frankenlandhalle eine stolze und niemals aufgebende Mannschaft bestaunen. Das Spiel begann erwartbar schwer für unser Team, Zirndorf begann, wie erwähnt, abgeklärt und dominant. Das führte zu einem 0:5-Rückstand in der 8. Spielminute und einer Auszeit durch Niklas Knauer. Erst danach begann der ebenfalls bereits erwähnte, beherzte Kampf unserer Damen. Sie lieferten Zirndorf ein Spiel auf Augenhöhe, welches aber aufgrund des frühen Rückstands dennoch mit dem Halbzeitstand 14:19 pausiert wurde. Die Kabinenansprache von Joachim Zapf und Niklas Knauer schien dann aber gefruchtet zu haben, es folgte eine bissige und unglaublich starke Halbzeit des Underdogs. Die Mädels, welche den Spielstand vom Parallelspiel in Bergtheim nicht kannten, taten alles, um sich an die letzte Chance für den Ligaverbleib zu klammern. Franzi Röschlein traf von außen und Tor für Tor kämpfte man sich heran. Auch die angeschlagene Darleen Hoffmann biss die Zähne zusammen und zeigte mit ihren 9 Treffern, welcher Kampfgeist in ihr steckte! In der 55. Minute war es dann so weit: Der HSG gelang es beim Stand von 27:26, erstmals in der eigenen Halle die Partie zu drehen. Es folgten erwartbar hektische Schlussminuten, welche in einer Auszeit beim Stand von 30:30 durch Trainer Niklas Knauer zur Spielzeit 59:37 gipfelten. „Ich wusste, wenn wir noch eine Chance haben wollen, müssen wir volles Risiko gehen“, sollte er später sinngemäß sagen. Die HSG war in doppelter Unterzahl, so holte er seine Torhüterin Johanna Jung vom Feld und griff mit 5 Feldspielerinnen an. Der Plan sollte allerdings unerwartet schnell Früchte tragen, Darleen Hoffmann traf 14 Sekunden vor Abpfiff zum 31:30. In der darauffolgenden Hektik gelang es aber nicht, die Torhüterin rechtzeitig wieder in den Kasten zu bekommen, und der Vizemeister schaltete schnell. Die Folge war ein 31:31 zum Schlusspfiff. Am Ende ein gerechtes Ergebnis. Durch den Sieg der Bergtheimer im Parallelspiel war der Abstieg eh schon besiegelt. Ein trauriges Schicksal, auf welches sich die Damen aber mental wohl schon in den letzten Wochen einstellen konnten. Dennoch konnte man wieder zeigen, dass man leistungstechnisch eher dazu tendiert, sich in der Oberliga zu sehen als in der ungeliebten Bezirksoberliga, zu welcher man in der nächsten Saison zurückkehren muss. Bei den Damen wird es auch zu Veränderungen kommen, z. B. verabschiedet sich Joachim Zapf vom Team und tritt bald seine neue Rolle als Trainer der mA-Jugend an. Danke, Jo! Auch weitere Spielerinnen überlegen, beim Handball kürzer zu treten. Doch „alles was zu ende ist kann auch Anfang sein“. Vielleicht ist es also die Chance für Nachwuchsspielerinnen, sich in der kommenden Bezirksoberligasaison im Team zu integrieren. Der Frauenhandball im Bezirk leidet an Spielerinnenmangel und auch die HSG hat hier zu kämpfen. Wir als HSG sehen den Frauenhandball weiterhin als eine unserer Prioritäten. Somit werden wir alles tun, auch weiterhin eine attraktive Heimat für den weiblichen Handballsport bei uns zu bieten. Wir schauen also, trotz Dämpfer durch den Abstieg, optimistisch in die Zukunft und bedanken uns bei euch als Fans und Unterstützern für die wunderbaren Heimspieltage in dieser Saison. Der nicht alltägliche Support während der Saison hat wiedermal eindrucksvoll bewiesen: Weidhausen und Ebersdorf sind positiv handballverrückte Gemeinden und wir lieben es! Danke!