Big Points, aber auch den ein oder anderen Punktverlust hat die HSG an diesem verlängerten Handballwochenende zu vermelden. Die Zuschauer sahen viel Kampf, Leidenschaft und ganz viel Handball.

wA-Jugend

Am Freitag gastierte der TV Gerolzhofen. Die Gäste aus Unterfranken lieferten einen harten Kampf. Bei einem Spiel auf Augenhöhe sah man eine ungewohnt schwache Leistung unserer weiblichen A-Jugend. Die Luft scheint nach der Niederlage im Spitzenspiel wohl etwas raus gewesen zu sein. Wer mag’s verdenken? Es ist doch bemerkenswert, wie erfolgreich man sich mit vergleichsweise dünnem Kader durch die vergangenen eineinhalb Saisons sogar ungeschlagen gekämpft hat. Wichtig wird sein, diese Niederlage richtig einzuordnen. Die Mädels stehen aktuell noch auf einem starken zweiten Platz und können somit ihre letzte Jugendsaison noch mit einem Vizemeistertitel versilbern. Das Zeug dazu haben sie, den Freitag vergessen sie dabei am besten, und so machen wir es auch! Endergebnis 28:30 für den TV Gerolzhofen.

mB-Jugend

Die männliche B-Jugend ist zunächst am Samstag gegen den TV 77 Lauf angetreten und musste ziemlich früh einen 3-Tore-Rückstand verkraften. Auch im restlichen Verlauf der Begegnung sollten die 13 Tore von Luis Thiem nicht genügen, um die Partie zu drehen. Die Jungs gaben nie auf, unterlagen aber verdient mit 41:36.

Etwas anders sah es dann am Sonntag bei ihrer zweiten Begegnung aus. Gegen den SV Buckenhofen präsentierte man sich auf Augenhöhe. Bei den beiden offensivstarken Mannschaften gab es, wie so häufig bei unserer mB, wenig torlose Minuten. Nach großem Kampf musste man sich aber dennoch zum Schlusspfiff mit 34:36 geschlagen geben.

mD-Jugend

Am Samstagmittag war ebenfalls Anpfiff bei unserer mD-Jugend bei ihrem Spiel gegen die SG Obermain. Dazu der Trainer Daniel Recknagel: „Die D-Jugend der HSG Weidhausen-Ebersdorf startete stark und ging mit einer 9:7-Führung in die Halbzeit. Doch nach der Pause verlor die Mannschaft den Fokus, wirkte zu sicher und ließ den nötigen Kampfgeist vermissen. Die SG Obermain nutzte diese Schwäche gnadenlos aus und drehte die Partie zum 21:17-Endstand. Entsprechend groß war die Enttäuschung beim Trainer nach dem Spiel.“

Damen 1

Bis dahin drohte es, ein rabenschwarzes Wochenende für die HSG zu werden, wären da nicht unsere Damen, die wirklich, wie bereits im Vorbericht vermutet, mit Rückenwind nach Unterfranken angereist sind. Der HSV Bergtheim wirkte in der eigenen Halle sehr selbstsicher, während man bei unseren Damen fast den Eindruck hatte, als wäre man mit Blick auf das Harzspiel in der fremden Halle etwas zurückhaltend unterwegs. Wie sehr man sich irren kann: Zwar startete Bergtheim gleich mit vollem Tempo in den ersten Angriff und hielt das Tempospiel in den ersten Minuten auch krampfhaft aufrecht, jedoch waren es unsere Damen, die viel abgeklärter reagieren konnten, so stand es 1:4 in der neunten Spielminute. Daraus resultierten Selbstvertrauen und Ehrgeiz in den HSG-Reihen. Eigenschaften welche sie im gesamten Spielverlauf, trotz unvermeidbarer technischer Fehler durch die ungewohnte Haftpaste, durch das Spiel tragen sollten. Bergtheim wollte weiter über das Tempospiel siegen, jedoch erwiesen sie sich als nicht effektiv genug, so hielt die HSG stets die Führung aufrecht und baute sie sogar zeitweise auf 5 Tore aus. Die Schlussphase war erneut hektisch, mit „Frau-Deckung“ für die 9-fache Torschützin Feli Janusch. Aber die Damen schafften es erneut, in den entscheidenden Momenten fokussiert zu bleiben. Ebenso wie ihr Lenker Niklas Knauer, der voll fokussiert auf das Spielgeschehen sogar den Harzständer übersah und auf dem Weg zum Kampfgericht nicht um diesen herumsteuerte. Am Ende jubelte man mit den zahlreich angereisten Fans über einen verdienten 20:24-Erfolg. Richtig wichtige Punkte für unsere Mädels, in dieser engen Oberligasaison!

wD-Jugend

Am Sonntag ging es mit Siegen weiter. Gleich zu Beginn des Heimspieltages gewinnt unsere weibliche D-Jugend mit einer dominanten Leistung im Spitzenspiel gegen den TSV Windeck 1961 Burgebrach. Mit 25:16 verteidigte man stark den ersten Tabellenplatz und muss jetzt nur noch eines der zwei verbleibenden Spiele für sich entscheiden, um sich zum Meister der Bezirksliga Mitte zu krönen und damit in die Final 4 der oberfränkischen Ligen einzuziehen. Die Chancen, dass dieses Turnier bei uns in Ebersdorf stattfinden wird, stehen auch sehr gut!

Im Folgespiel gewann unsere zweite wD-Jugend noch deutlicher gegen die 2. Mannschaft aus Windeck und Burgebrach. 24:6 konnten die Zuschauer hier am Ende der Partie von der Anzeigetafel ablesen!

mA-Jugend

Die männliche A-Jugend bildete um 16:00 Uhr das letzte Highlight des Heimspieltages. Im HSG-Derby gegen Rödental/Neustadt spielte man die ersten 10 Minuten locker mit, ehe die grün-blauen für klare Verhältnisse sorgen sollten. Mit einem 7:0-Lauf in den folgenden 10 Spielminuten schraubte man das Ergebnis auf 13:6, ehe man mit 19:11 in die Pause ging. In der zweiten Hälfte ging es dann stark weiter. Unserem Team sah man die Spiellust am Sonntagnachmittag wirklich an und Rödental ließ sie gewähren. Am Ende verwandelt Maximilian Proft das 40:19 zum Endstand in der Schlussminute. Topscorer mit 13 Treffern ist der Rodacher Joshua Seifert, welcher mit Gastspielrecht bei uns in dieser Saison mit am Start ist.

Herren 1

Für die Schützlinge von Florian Klihm gings am Sonntagabend noch nach Marktleugast gegen den TV Gefrees. Für die noch junge HSG ist Marktleugast fast schon „traditionell“ ein schweres Pflaster. Doch beim Blick auf die Tabelle war der ein oder andere bestimmt geneigt, heute mit viel Zuversicht in die Oberlandhalle zu fahren. Was man dann aber zu sehen bekam, war schon ein richtiges „Schicksalsspiel“ für unsere Herren. Man startete motiviert in die Partie, aber schon sehr schnell machte sich die fehlende Spielfreude und Leichtigkeit bei den Herren bemerkbar. Es entstand ein verkrampftes Spiel, in dessen Verlauf sich Gefrees durch großen kämpferischen Einsatz eine leider verdiente 2-Tore-Führung zur Halbzeit (12:10) erspielen konnte. Zwar brach bei der HSG noch lange keine „Panik“ oder Ähnliches aus, dennoch kann wohl keiner von sich behaupten, nicht die Tabellensituation und den Druck im Hinterkopf zu haben. Dieser Faktor sorgte wohl auch dafür, dass man sich zwar für die zweite Hälfte viel vorgenommen hat, aber zunächst nichts davon hat umsetzen können … im Gegenteil! Die Gefreeser haben Blut geleckt und schenkten den wankenden Favoriten entschlossen einen 4:0-Lauf ein! 16:11 in der 36. Spielminute. Auch wenn mans nicht glauben mag: Zwar stieg die Nervosität, aber auch jetzt waren die HSG-Jungs weit von einer Panik entfernt. Jetzt wäre der Zeitpunkt, an dem so ein Spiel kippen kann und die Stimmung umschwenkt. Nicht selten hat man das im Handball gesehen. Jedoch, und das muss man der Mannschaft bei all den vergebenen Chancen und Schnitzern in der Abwehr an diesem Tag zugutehalten, kippte die Stimmung in eine ganz andere Richtung. Diese Richtung hieß: Kampf, Kampf und nochmal Kampf. Der bis dato blasse Nicolas Carl nahm sich in der Offensive ein Herz und traf. Ein weiterer Weidhäuser: nämlich David Lippert schloss sich auf der Außenbahn an und verwandelte ebenfalls sehenswert! Es wirkte so, als wäre dem Team klar, dass man daraus heute kein gutes Spiel mehr machen kann, aber das es gewinnbar ist. Was die zahlreichen Fans dann in Folge sahen, war nicht taktisch schön oder voll Spielwitz, aber es war eine absolute Willensleistung. Finn Knauer fischt ein paar Bälle und vorne trifft Lukas Marinos von der 7-Meter-Markierung. Die HSG ist wieder da. In der 56. Minute ist der Ausgleich geschafft. Danach sollte es noch zweimal Wolfi Schulze sein, der für seine HSG einnetzen kann. In der letzten Aktion sogar nach einem richtigen Zauberpass von Niklas Knauer zum Endstand von 21:23. Die Stimmung danach war losgelöst, die HSG-Herren schrammen am Eisberg vorbei und bleiben auf Kurs! Nicht schön, aber mental wertvoll!