Mit zwei Siegen und zwei Niederlagen geht die HSG mit einer ausgeglichenen Bilanz aus dem ersten Saisonwochenende. 

Herren 2: Ersatzgeschwächt in Helmbrechts

Am Samstag standen viele Stammkräfte des Teams nicht zur verfügung, so waren die Vorzeichen für die Reserve der Männer in ihrem ersten Spiel nach der Rückkehr in die Bezirksliga alles andere als gut. Die Jungs haben dennoch das Beste daraus gemacht und sind mit einem Feldspieler im Tor in Helmbrechts angereist. Die 3. Mannschaft der SG Helmbrechts/Münchberg empfing unsere Herren mit einer vollen Bank – vermutlich auch deshalb, weil die Partie ihrer zweiten Mannschaft vor dem Spieltag abgesagt worden war. Unsere Jungs hielten spielerisch trotzdem gut mit, lediglich im Torabschluss wollte es nicht wirklich klappen: Viele Pfosten- und Lattentreffer sowie in Summe vier vergebene Strafwürfe sorgten für einen frühen, sehr hohen Rückstand. Die Heimmannschaft konnte am Samstag ein sehr gutes Team auf die Platte schicken, das das Tempo stets hochhielt. Für unsere ersatzgeschwächte Truppe war es schwer, dagegenzuhalten. Es resultierte eine sehr frühe, hohe Führung für die Gastgeber: Nach einer guten Viertelstunde waren sie bereits auf 9:3 enteilt, und zur Halbzeit sollte es sogar eine zweistellige Führung sein (15:5). In der Kabine gelang es der HSG-Reserve jedoch, sich noch einmal zu sammeln. Sie zeigten nun eine bessere Ausbeute bei den Torabschlüssen und hielten auch in der Abwehr gut dagegen. So konnte man zwar ergebnisstechnisch nicht aufholen, jedoch gelang es, den Abstand nicht größer werden zu lassen (28:18, 54. Min.). In den Schlussminuten schwanden dann die Kräfte des kleinen HSG-Kaders und die Gastgeber wechselten noch einmal ihre besten Leute ein, sodass zur Schlusshupe eine 33:18-Niederlage auf der Anzeigetafel stand. 

Damen 1: Zittersieg beim Wiedersehen

Die Damen sind zurück in der Bezirksoberliga. Am Sonntag hieß der Gegner jedoch alte Bekannte aus der letztjährigen Oberligasaison: Damals gelang es der SG Helmbrechts/Münchberg noch, unseren Mädels zwei Punkte in der eigenen Halle abzuringen. Am Sonntag war unseren Damen bei Anpfiff jedoch anzusehen, dass sie heute keine Geschenke verteilen wollten. Vor allem Torhüterin Julia Carl schien, unterstützt von einer gut stehenden Abwehrreihe, definitiv nicht zum Schenken aufgelegt: Über zehn Spielminuten lang hielt sie die „Null“. Im Angriff war jedoch eher das Gegenteil der Fall, und Florian Büttner, der als Trainer-Aushilfe auf der Bank saß, musste immer wieder mitansehen, wie schön herausgespielte Chancen an der ebenfalls gut aufgelegten Torhüterin der Gastgeberinnen scheiterten. In der 8. Spielminute dann die Erlösung für alle Zuschauer: Die HSG traf zum 0:1 und eröffnete damit das Toreschießen. Unser Team zog nun das Tempo an. Die Heimmannschaft hatte nur drei Feldspielerinnen auf der Bank und versuchte vor allem in der ersten Spielhälfte, genau das Gegenteil zu tun. Durch das langsamere Angriffsspiel von Helmbrechts und begünstigt durch eine sehr gut funktionierende, eher defensiv ausgerichtete 6:0-Abwehr unserer Damen liefen viele Angriffe der Gastgeberinnen ins Zeitspiel. Daraus resultierte nach 15 Spielminuten eine 1:7-Führung für die Grün-Blauen! In den folgenden Minuten setzte es jedoch einige, teils eher unglückliche Zeitstrafen gegen unsere Damen. So spielte man rund die Hälfte der noch verbleibenden Spielzeit der ersten Halbzeit in Unterzahl. Das konnten die Gastgeberinnen gut ausnutzen. Vor allem durch ihre stärkste Akteurin am Sonntag, Emma Roßner, gelang es ihnen, die in dieser Spielphase deutlich überlegene HSG nicht noch weiter davonziehen zu lassen. Der Halbzeitstand von 5:10 sollte sich für Flo Büttner und sein Team dennoch sehr komfortabel anfühlen. In der zweiten Hälfte mussten die Gastgeberinnen reagieren, und das taten sie auch: Ihr Spieltempo erhöhte sich nun, sie begannen mehr zu investieren. Die HSG-Mädels taten sich sichtlich schwerer, wirkten in Summe aber dennoch sicherer und spielbeherrschend – zumindest bis zur 49. Minute, denn bis dahin konnten sie ihre Fünf-Tore-Führung gut verwalten (12:17). Nun wurde es unnötig hektisch. Die vorher so gut stehende Abwehr wurde zu passiv und erlaubte es den Gegnerinnen, direkt vor ihnen zu agieren; der Spielaufbau der SG wurde nicht mehr wie in der ersten Hälfte immer wieder unterbrochen. Zudem erlaubte man sich nun zwei bis drei unnötige technische Fehler im Angriffsspiel. So holten die Gastgeberinnen schnell auf. Als es in der 51. Spielminute nur noch drei Tore Vorsprung waren, entschied sich Büttner für eine frühe Auszeit – wohl ahnend, dass die Partie nun kippen könnte. Das beruhigte zunächst die Situation und der Vorsprung konnte gehalten werden. In der 56. Minute legten auch die Gastgeberinnen die Timeout-Karte, was leider ebenfalls fruchtete: Helmbrechts kam auf zwei Zähler heran (17:19). In direkter Folge vergaben unsere Damen zwei weitere Angriffe. In der 59. Minute musste Feli Janusch einen daraus resultierenden Gegenstoß mit einem Foul stoppen, das mit einer Zeitstrafe und einem Strafwurf quittiert wurde. Diesen Siebenmeter konnte jedoch die mittlerweile eingewechselte Johanna Jung im Tor entschärfen! Die HSG griff an und geriet bei diesem letzten Angriff ins Zeitspiel, konnte dann jedoch ebenfalls eine Zeitstrafe für die SG Helmbrechts/Münchberg herausholen und löste damit das Zeitspiel auf. Dass danach kein Treffer mehr gelang, war egal – denn den am Ende doch noch unnötig spannend gewordenen ersten Auswärtssieg nahm man gerne mit. 

mA-Jugend: Wahnsinns-Aufholjagd in Rödental

Wer Konzerte besucht, kennt das: Manchmal ist die Vorband erstaunlich gut. Genauso war es am Sonntag in Rödental, denn dort konnten die Zuschauer vor dem ersten Oberligaspiel der Herren eine richtige Achterbahnfahrt erleben. Unsere männliche A-Jugend bestritt ihr erstes Saisonspiel ebenfalls gegen die HSG Rödental/Neustadt – und so viel sei schon mal gesagt: Es sollte einen komplett anderen Verlauf nehmen als das darauffolgende Spiel der Herren. Über zu wenige Tore in den ersten Spielminuten wie beim Damenspiel konnte man sich hier jedenfalls auf Seiten unserer HSG nicht beschweren. Die Jungs warfen munter drauflos und überrumpelten die HSG aus der Nachbarschaft komplett, sodass sie diese beim Stand von 1:7 nach sieben Minuten in die Auszeit zwangen. Das alles geschah sehr zur Freude von Markus Mayer und Johannes Geutner (der für Joachim Zapf eingesprungen war) auf der Bank. Allerdings war das alles wohl etwas zu leicht gegangen, denn nach der Auszeit legte auch Rödental/Neustadt den Schalter um und egalisierte das Ergebnis bereits zur Mitte der ersten Halbzeit (7:7, 16. Min.). Die zwischenzeitlich von unserer Seite genommene Auszeit fruchtete nicht. Der vermeintlich leichte Start sorgte wohl dafür, dass sich bei unseren Jungs zu viele Fehler und zu wenig Entschlossenheit eingeschlichen hatten. Daher gelang 15 Spielminuten lang wenig und die Gastgeber konnten sich zur Halbzeit bequem auf 15:10 absetzen. Wer das Spiel dann bereits abschreiben wollte, der wurde eines Besseren belehrt. Dem Trainergespann gelang offenbar eine gute Halbzeitansprache, denn ihr Team kehrte mit sichtlich großem Kampfgeist auf die Platte zurück. Nachdem die Jungs realisiert hatten, dass heute ein Sieg drin ist, sofern man mit genug Entschlossenheit agiert, klappte auch das Torewerfen wieder. Neben den gut aufgelegten Marian Mehlig und Jonas Rinke zeigten sich nun quasi alle Spieler der HSG torgefährlich. So war es Luis Thiem, der in der 41. Minute zum 18:18-Ausgleich einnetzen konnte. Die darauffolgenden Minuten waren hitzig. Die Gastgeber hielten gut mit und stemmten sich gut zehn Minuten lang erfolgreich gegen eine Führung unserer HSG. Dann gelang langsam erneut die Wende, und man konnte sich in der 54. Minute zum ersten Mal in der zweiten Hälfte wieder über eine Zwei-Tore-Führung unserer Jungs freuen. Johannes Geutner nahm daraufhin noch einmal eine Auszeit, um sein Team für die letzten Spielminuten einzuschwören. Auch das sollte gelingen, denn die Jungs waren nun entschlossen, das Ding heute nicht mehr aus der Hand zu geben. Endergebnis der Partie: 26:29 – der erste Sieg im ersten Spiel für unsere mA-Jugend!

Herren 1: Lehrgeld beim Oberliga-Debüt

Um 16:00 Uhr war es dann so weit: Das erste Oberliga-Spiel für die Herren der HSG Weidhausen-Ebersdorf wurde angepfiffen. Dass unsere Jungs trotz des kurzfristigen, krankheitsbedingten Ausfalls von Flügelflitzer Wolfi Schulze nicht nur bis in die Haarspitzen motiviert waren, sondern wahrscheinlich auch noch eine gehörige Portion Nervosität an Bord hatten, ist wohl selbsterklärend. Die Göbelhalle in Rödental war bis auf den letzten Platz gefüllt und die Jungs von Trainer Florian Klihm waren scharf darauf zu zeigen, was sie in der Saisonvorbereitung trainiert hatten. Jedoch galt das Gleiche für die Gastgeber, die ihrer Favoritenrolle gerecht wurden und souverän in die Partie starteten. Das Ganze lief zunächst überhaupt nicht gut für unsere Jungs, denn nach neun Minuten war Flo Klihm beim Stand von 6:2 genötigt, das erste Team-Timeout zu ziehen. Was war passiert? Zum einen scheiterten unsere Männer in den ersten Spielminuten immer wieder am Keeper der Gastgeber – manchmal durch gute Paraden seinerseits, manchmal durch zu ungenaue Abschlüsse unsererseits. Und auf der anderen Seite? Gute Paraden hatte unser Finn Knauer im Tor auch, jedoch hat Rödental mit Andreas Wolf einen Spieler in seinen Reihen, der, sofern er nahezu ungestört agieren kann, für jeden Torwart eine echte Herausforderung ist: Allein fünf der ersten sechs Gegentreffer gingen auf sein Konto. Die Auszeit verpuffte leider. Zu wenig durchschlagskräftig präsentierte sich die HSG im Angriff, und hinten rissen die Rödentaler Angriffe immer wieder Lücken in die Abwehr. So ging es mit einem ernüchternden 22:11 in die Kabine zur Halbzeitpause. Dort war es nun am Coach, die Aufsteiger wieder aufzurichten. Dies schien auch gelungen zu sein, denn die Männer von Flo Klihm gaben sich nicht auf. Die vielen mitgereisten Fans sahen eine gute Körpersprache; man wollte sich hier nicht weiter überrollen lassen. Das sollte auch gelingen, und nach acht Minuten in der zweiten Hälfte konnte der Vorsprung kurzzeitig auf acht Zähler verkürzt werden. Am Ende musste man sich jedoch leistungsgerecht mit 34:20 geschlagen geben. Was bleibt nach dem Abpfiff zu sagen? Wir sahen eine ungenügende Leistung in der ersten Hälfte, in der man den erfolgreichen Angriffen der HSG Rödental/Neustadt nicht viel entgegensetzen konnte. Man sah aber auch eine zweite Hälfte, in der das Team das tat, was gerade in dieser Saison zur Tugend werden muss: Sie nahmen den Kampf an und hielten den Kopf oben. Rödental war, wie schon so oft in der Vergangenheit, an diesem Spieltag eine Nummer zu groß für uns. Zudem scheint dem Team diese Spielstätte überhaupt nicht zu liegen, schließlich gab es aus unserer Sicht – egal ob in Liga- oder Testspielen – dort selten etwas zu feiern. Am Ende sind es zwei Minuspunkte, ganz egal wie hoch die Niederlage ausgefallen ist. Auf der Einstellung der zweiten Halbzeit kann man aufbauen, und die Nervosität vor dem ersten Oberligaspiel kann jeder Spieler jetzt getrost ablegen! Die Fans werden auch im nächsten Spiel wieder für ihr Team da sein, Ergebnis hin oder her. Weiter geht’s! 

Wir danken für die Aufmerksamkeit. Am nächsten Wochenende geht es mit den Jugendspielen weiter, darunter auch drei Begegnungen in der heimischen Frankenlandhalle!!! 💚💙